Von einer Krise ist nichts zu spüren

KSG formiert sich nach freiwilligem Abstieg in A-Liga neu +++ Reserve künftig als Spielgemeinschaft mit TSV Hainstadt


RAI-BREITENBACH. Die Meldung, dass die KSG Rai-Breitenbach freiwillig zurück in die Kreisliga A geht, sorgte im Odenwälder Fußball für Aufruhr. Gerade hatten die Breuberger noch eine starke Runde gespielt, da brach der Kader völlig auseinander. Von Krise ist aber bei der KSG aber nichts zu spüren.


Das Saisonziel Kreisoberliga-Aufstiegsrunde hatte die Mannschaft souverän erreicht. In der Schlussphase war die KSG sogar auf Augenhöhe mit den drei Spitzenteams: Im April verloren die Rai-Breitenbacher knapp mit 1:3 gegen Vizemeister SG Mosbach/Radheim, im Mai erst in der Nachspielzeit gegen den Meister TSV Seckmauern 1:2 und anschließend gewannen die Grün-Weißen gegen den Dritten SG Sandbach 2:1. Am Ende stand ein achtbarer vierter Tabellenrang.

14 Abgänge tun weh

Abteilungsleiter Martin Büchner zeigt sich nach der Rückstufung in die A-Liga völlig unaufgeregt, begreift die jetzige Lage als Herausforderung. Vierzehn Abgänge würden natürlich wehtun, aber irgendwo sei klar gewesen, dass dieser Umbruch kommen würde, weil auch mehrere Leistungsträger schon im fortgeschrittenen Fußballalter waren. „Das ist kein Rückschritt, wir mussten uns aber der Realität stellen“, sagt er. Jetzt soll es also das Trainergespann Karsten Luft und Maximilian Gößner richten. Besonders Luft, der gerade mit Gößner die Trainer-Lizenz erwirbt, ist ein echter Hoffnungsträger. Der 27-Jährige wurde beim SV Darmstadt 98 und dem 1. FC Kaiserslautern ausgebildet. Spielgemeinschaft mit Hainstadt im Reservebereich Gößner habe sich in Rai-Breitenbach in den letzten beiden Jahren unterdessen stark entwickelt, wie Büchner sagt. Neben den zwei Hoffnungsträgern stößt der reaktivierte Maximilian Schultis zur Mannschaft. Nach einer Pause könnte der schnelle Kicker wieder im Mittelfeld über die Außenbahn weiterhelfen. Der neue Kader umfasst 25 Spieler. Für eine eigenständige zweite Formation reicht es deswegen nicht, um aber keinen weiteren Fußballer zu verlieren, schloss die KSG mit dem TSV Hainstadt im Reserve-Bereich eine Spielgemeinschaft. Zuversicht dennoch beim Abteilungsleiter: „Alle ziehen im Training mit. Wir verfügen ja noch immer über gestandene Fußballer mit Kreisoberliganiveau“, so Büchner.


Neuer Kader umfasst 25 Spieler Nach Ansicht des Clubs hätte die neuformierte Mannschaft in der Kreisoberliga, die sich durch zwei Gruppenliga-Absteiger oder Aufsteiger wie beispielsweise dem SV Hummetroth, noch einmal enorm verstärkt hat, keine guten Aussichten für den angestrebten Neuaufbau gehabt. „In der A-Liga werden wir nach meiner Einschätzung gut mitspielen können“, sagt Martin Büchner, der auch der Meinung ist, dass eine Mannschaft im Neuaufbau in der Lage sein muss, genug Spiele gewinnen zu können. Das Miteinander, die Kameradschaft und der Teamgeist auf dem Spielfeld sollen zunächst einmal geschärft werden. Mit dem Abstieg sollte die Luft/Gößner-Mannschaft dennoch nichts zu tun haben.

 

Bericht von Fupa - Autor Thomas Nikella